GNIGLER

c-SabinePichler
c-SabinePichler

"Laut und leise, graziös und brachial, exorbitant und unumgehbar, kurz und prägnant, wunschlos zeitlos, stimmig verstimmt, mittig entstellt, antiseptisch, Grenzen brechend und Brücken schlagend, Brücken brechend und Grenzen ziehend, stolpernd und fließend, im Angesicht des Todes, die zarten Engelsrufe.
Etwas stimmt hier nicht, zwischen Mensch und Mensch, zwischen Mensch und Musik, zwischen Musik und Schatten, zwischen Schatten und Licht, zwischen Licht und Rhythmus, zwischen Rhythmus und Dauer.
Aber was hilft uns das?"


"Das in Wien entstandene Sextett Gnigler ist in erster Linien eine Improvisationsband. Trotzdem, und das ist der Grund warum es diese Band überhaupt gibt, bilden Kompositionen, die nicht immer dem Jazz zuzuordnen sind, sondern eher in Richtung neue Musik gehen, das Ausgangsmaterial der Improvisationen. Kompositionen, die als musikalische Studien durchgehen können, und sich somit in eine gewisse musikalische Tradition des Jazz einreihen.
Die Musik von Gnigler streift die Experimentelle Musik. Dies Experimente werden aber alle spielend umgesetzt, so dass nie der Verdacht von akademisierter Ernsthaftigkeit aufkommt, sondern immer in einem konzentrierten, aber lockeren Rahmen bleibt.
Der Saxophonist Philipp Harnisch, der Trompeter Alex Kranabetter, der Geiger Simon Frick, die Kontrabassistin Judith Ferstl und der Schlagzeuger Niki Dolp. Alle haben sich ihre eigene musikalische Welt errichtet.
Der Saxophonist und Bandleader Jakob Gnigler hat jene um sich geschart diese Welten zu verdrahten.
Die daraus entstehende Musik ist nicht zwischen den Stilen anzuordnen. Es ist nicht die Mischung aus (Free)Jazz und Neuer Musik. Gnigler ist beides. Und das wird vom Publikum erkannt und verstanden. Denn was beim Publikum ankommt ist kein Versuch, musiktheoretische Überlegungen zu spinnen und virtuosen Prunk zu präsentieren. Es ist kein Versuch, irgend welchen Stilen, Anforderungen oder Gewohnheiten gerecht zu werden. Was ankommt ist eine Freude und Ehrlichkeit am musizieren, ohne ständig von der Frage des Dürfens, Müssens und Sollens beherrscht zu werden. Und gerade weil kein Versuch stattfindet, etwas zu sein, ist es alles."

www.jakobgnigler.com

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2016